Vor der Achterbahn kommt die Bewegung

2 Jahre Pandemie. Sie waren in der 7. Klasse, als die Schulwelt, die sie kannten, auf den Kopf gestellt wurde. Seitdem Lockdowns, Homeschooling, Kohortentrennung, Tests, Masken, Abstandsregeln, Verbote… Was es nicht mehr gab: Ausflüge. Aktionen. Aktivitäten. Projekte. Alles, was neben dem Unterricht die Schulzeit zum Erlebnis machte. Klassenfahrt in 9 – gestrichen. Kino? Kohortentrennung. Nichts ist mehr planbar, alles was geplant war wurde kurz vorher verboten, eingeschränkt, erschwert, unmöglich gemacht.

Nun sind einige kurz vor dem Abschluss. Das letzte Schuljahr. Und wieder droht die reine Reduzierung auf den Aufenthalt im Klassenzimmer. Wofür wir angesichts aktueller Infektionszahlen wohl noch dankbar sein dürfen. Also überlegt das Lehrerlein sich, wie es die Teenies denn bei Laune halten könnte. Und mal aus der eigenen Höhle locken, denn eingeschränktes Vereinsangebot, ausgesetzte Jugendfeuerwehren, geschlossene Aktivitäten oder Zutritt nur mit viel Aufwand – sie sind zum Großteil zu Stubenhockern und Dauerzockern mutiert. Es wäre also erstrebenswert, sie wieder vor die Türe zu bekommen.

Also fahren wir in den Hansapark, nach den Abschlussprüfungen. Bevor wir da hinfahren, müssen sie allerdings hinlaufen. Die Strecke von der Schule zum Freizeitpark. Im März. Also nicht am Stück (so irre bin nicht einmal ich), sondern jeden Tag im Schnitt 4km. Mit dem Hund spazieren gehen, Laufen, Nordic Walking, egal wie, Hauptsache Bewegung. Während manche diese Strecke problemlos zurücklegen, wird es für einige eine richtige Herausforderung. Aber nur wenn alle am 31.3. die Strecke bis zum Hansapark zurückgelegt haben, fahren wir auch hin. Ansonsten gibt es einen Aktionstag mit Mathe, Deutsch und Englisch. Und weil nicht nur ich Bewegungsmuffel vor mir sitzen habe, darf sich gleich der ganze 9. Jahrgang an der Nummer beteiligen.

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